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Karsten Krone

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Davon sterben jedes Jahr fast 30 Millionen in Deutschland



Sie liegen an Straßenecken oder auf speziellen Sammelplätzen: Die fast 30 Millionen Weihnachtsbäume, die jetzt niemand mehr braucht. In der Regel werden sie kurz nach den Heiligen Drei Königen entsorgt. Wir haben ein fiktives Interview mit einem Baum geführt.


Lars Nordmann, du liegst hier mit vielen deiner Freunde im Feuchten herum und wartest auf den Abtransport. Wie fühlst du dich?


Lars: Es ist schon komisch, wenn sich alle vor ein paar Tagen noch mit leuchtenden Augen um dich herum versammelt und Lieder gesungen haben. Alle haben sich beim Kauf gefreut und mich mit Freude herausgeputzt. Kugel, Kerzen und etliches an anderem Schmuck. Und dann liegst du eh du dich versiehst vor der Tür.


Dann hattest du kein schönes Leben?


Lars: Das will ich gar nicht sagen. Ich hatte Glück und bin in einer Bio-Plantage aufgewachsen. Bei uns liefen zum Beispiel Schafe zwischen den Bäumen herum, um das Unkraut kurz zu halten. Alles in allem hatte ich eigentlich ein schönes Leben. Viele meiner Baumkumpels hatten dagegen eine härtere Jugend. Die mussten sich beispielsweise mit Pestiziden herumschlagen.


Und wie waren die Feiertage selber?


Lars: Oh, das ist mit nichts zu vergleichen. Die Menschen lieben uns Weihnachtsbäume und wir gehören zum Fest dazu wie die Geschenke. Dann fühlt man sich großartig. Deshalb lohnt es sich auf jeden Fall für uns alle, ein Weihnachtsbaum zu sein.


Und nach dem Weihnachtsfest?


Lars: Ja, das ist leider eine traurige Geschichte. Erst wachsen und gedeihen wir ganz prächtig und speichern das für euch Menschen bzw. für das Klima nicht so vorteilhafte Kohlendioxid. Und dann wird fast alles wieder in den Kreislauf zurückgepustet.


Wieso denn das?


Lars: Viele von uns werden in Heizkraftwerken verbrannt. Das klingt zwar toll, dass Städte mit uns einige Zeit heizen können und andere Brennstoffe einsparen. Aber schaut man sich einmal an, was wir so kosten, so sind wir doch eher ein Luxusbrennstoff. Viel schlimmer ist es aber, dass unser gespeichertes CO2 wieder freigesetzt wird. Ein anderer Teil wandert kleingeschnitten in der Biotonne. Das ist dann nicht klimaschädlich. Aber den besten Dünger geben wir Nadelbäume leider nicht ab.


Aber kann man nicht einige von euch wieder einpflanzen?


Lars: Das stimmt, es gibt uns Weihnachtsbäume auch im Topf. Das Problem ist, dass beim Ausbudeln und Eintopfen viele wichtige Wurzeln gekappt werden. Deshalb wachsen nur sehr wenige wieder an. Uns kann man aber auch im Topf mieten und dann wieder zurückgeben. Das klappt wiederum ganz gut, ist aber nicht so weit verbreitet und recht teuer.


Was hältst du von deinen Plastikverwandten?


Lars: Oje, die haben gar nichts zu lachen, denn viele ekeln sich selbst bereits vor ihrem eigenen stechenden Geruch. Sie hatten auch häufig eine stressige Anreise aus weit entfernten Ländern. Zwar sehen viele von ihnen schon recht natürlich aus, aber die meisten von ihnen sind Zombie-Bäume – ohne Leben und Seele.


Wie sollen wir uns Menschen denn beim Baumkauf verhalten, wenn eigentlich nichts wirklich richtig ist?


Lars: Wir werden ja für extra für Weihnachten aufgezogen, also ist es schon ok, wenn man uns kauft. Wir genießen die Weihnachtstage mit den Menschen ja auch sehr. Es wäre nur schön, wenn darauf geachtet wird, dass keine Pestizide verwendet werden und die Aufzucht möglichst ressourcenschonend erfolgt.


Und was hältst du von den Bäumen von Baumkrone?


Lars: Hier steckt auch Holz drin, was extra in der Forstwirtschaft erzeugt werden muss. Allerdings wird das in diesem Baum gespeicherte Kohlendioxid nicht wieder freigesetzt – also dauerhaft dem Kreislauf entzogen. Denn der Baum kann ja über viele Jahre verwendet werden. In Sachen Nachhaltigkeit und Klimaschutz eine gute Sache. Ich finde, das ist eine gute Alternative zu uns klassischen Tannen. Und nett sehen die Bäume auch noch aus. Aber schaut selbst.


Lars, vielen Dank für das Gespräch.

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